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Bericht eines Mitreisenden

Der Saisonauftakt ins diesjährige Clubjahr führte uns diesmal in die Berge und Hügel rund um die steirische Stadt Kindberg. Sylvia und Heinz Dinacher hatten hier einige Zeit lang beruflich ihren Lebensmittelpunkt und konnten durch ihre Verbindungen und Kenntnisse ein fantastisches Wochenende für uns organisieren.

Da der Großteil der Teilnehmer aus dem Raum Wien anreiste, gab es einen ersten Treffpunkt am Samstag um 10 Uhr auf der Autobahnraststätte Bad Fischau. Von dort fuhr der Porsche-Konvoi dann in vorschriftsmäßigem Tempo in Richtung Kindberg, bis auf 2 Fahrzeuge - meines und das eines guten Freundes - die auf Grund einer kleinen Verspätung in forscherem Tempo nacheilten und prompt durch ein mobiles Radar geblitzt wurden. Ca. 10 Sekunden, nachdem das geschehen war, rief mich auch mein Präsident an, um mich vor genau diesem Radar zu warnen, ich musste ihm mitteilen, dass ich seine gute Absicht zu schätzen wusste, das Timing allerdings etwas weniger.

In Kindberg gut angekommen beschlossen wir, die kleine Bergstraße auf den Herzogberg, auf der wir am Nachmittag unsere Gleichmäßigkeitswertung geplant hatten, mal in aller Ruhe zu besichtigen. Die Stürme und der Schneefall des vergangenen Winters hatten beträchtliche Schäden angerichtet und entlang der Straße lagen noch zahlreiche Baumstämme, es stand somit auf der bereits recht engen Fahrbahn auch nicht immer die volle Breite zur Verfügung.

Nach einer Stärkung im Gasthof Pölzl, der sich am oberen Ende der Straße befand, fuhren wir wieder ins Tal und wurden vom Bürgermeister von Kindberg mit einem Glas Sekt empfangen und durften uns mit unseren ca. 30 Fahrzeugen sogar in der Fußgängerzone aufstellen.

Dann begann der sportliche Teil - der 1. Wertungslauf zu Gleichmäßigkeitsprüfung auf den Herzogberg. Mit Hilfe der lokalen Feuerwehr wurden aus Sicherheitsgründen auf allen Zufahrten Kontrollposten aufgestellt und die gesamte Strecke für uns abgesperrt. Trotz dieser speziellen Sicherheitsmaßnahmen wiesen uns sowohl die Familie Dinacher als auch unser Präsident Richard Purtscher nochmal darauf hin, die Straßenverkehrsordnung genau einzuhalten und auch auf die theoretische Möglichkeit von Mountainbikern oder Fußgängern zu achten, die vielleicht an den Absperrungen vorbei die Straße passieren könnten.

Mit diesem Wissen entschlossen sich die meisten Teilnehmer für eine zwar zügige, aber dennoch jederzeit bremsbereite Fahrweise und es machte natürlich besonderen Spaß, die gut einsichtlichen Teile der Strecke in Ideallinie mit unseren Fahrzeugen zu befahren.

Nachdem das gesamte Starterfeld dann oben angekommen war, fuhren wir gemeinsam wieder ins Tal und der zweite Wertungslauf konnte beginnen, bei dem man trotz nun bereits besserer Kenntnis der Strecke möglichst die gleiche Zeit erzielen musste wie beim ersten Lauf. Die genauen Ergebnisse blieben jedoch bis zum Abend bei der Siegerehrung noch geheim und wurden daher mit besonderer Spannung erwartet.

Nachdem wir unser Hotel bezogen hatten trafen wir uns um 19.00 Uhr wieder im Gasthof Pölzl und wurden mit einem wahrlich feudalen Schmankerlbuffet bewirtet. Dann kam der große Moment – die Siegerehrung: Die drei Erstplatzierten hatten es geschaft, wirklich auf 3-4 Zehntelsekunden genau die gleiche Zeit zu fahren. Sieger wurde die Familie Putz auf Porsche 928 GTS vor Fritz Böhler (Porsche 993 4S) und P. Danzinger auf einem Boxter S. Nicht in den vorderen Rängen war diesmal Richard P. vertreten, der mit seinem 997 GT3 den bisherigen Amateur-Streckenreckord von 5.30 atomisierte und beim zweiten Lauf eine Zeit von 3.53 in den Asphalt brannte, mit absolut sicherer und ruhiger Fahrweise, wie er sicherheitshalber schnell noch hinzufügte.

An nächsten Tag starteten wir vormittags eine kleine Rundfahrt mit 1.000 Kurven durch die nordsteirischen Berge, ein wahrhaft ideales Porsche-Terrain. Zu Mittag kamen wir wieder in Kindberg an, hier teilte sich dann das Feld auf, ein Teil ließ sich per Hubschrauber zum Gasthof Steirereck am Pogusch fliegen, ein Teil fuhr direkt mit den Fahrzeugen dorthin.

Bei diesem sehr renommierten Restaurant war sowohl ein eigener Parkplatz als auch ein Restaurantbereich für uns abgesperrt und wir genossen als festlichen Abschluss dieser Ausfahrt in der Sonne ein hervorragendes Spanferkel mit allem Drum und Dran.

Ein besonderes Dankeschön möchten wir von allen Teilnehmern nochmal Sylvia und Heinz Dinacher aussprechen, die es mit ihrem Einsatz geschafft haben, uns ein wunderbares Wochenende zu bereiten - und das zu geradezu sensationell niedrigen Kosten.

Wir sind schon gespannt, ob das nächstes Jahr zu toppen ist ..

Till Dellisch

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