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Giro de Asparago, oder die Tour der 1000 Spargel

Allerdings bekamen wir nicht so viel vom Spargel zu sehen, (ich glaube der kommt aus China), mehr aber vom guaten Terlaner Wein.

"NATUR, KULTUR und SPARGEL PUR", das war unser heutiges Thema neben Porschefahren. Für einen echten Porschianer kommt zuerst sein Porsche, der Spargel hat natürlich auch seine Berechtigung.

So kam es, daß sich ca. 30 Porscheteams vom PCCA- West und PC-Tirol gemeinsam auf den Weg von Innsbruck nach Südtirol machten.

Der Samstag begann mit strahlendem Sonnenschein, so wie wir es auch verdient hatten, wir sind ja alle brav gewesen.

Am Brenner erwartete uns neben dem blauen Himmel auch noch Temperaturen um die 0 Grad sowie neben der Strasse eine zarte Schneedecke von einem halben Meter. (siehe Fotos)

Bei unserem 2.Treffpunkt dem Cafe Dingsda am Brennerpass, wartete schon ein Teil der Meute bei Ihrer 2. Tasse Cappuccino auf den Rest der Mannschaft. Einen schnellen Espresso und weiter gings mit Volldampf die kurvenreiche Brennerautobahn hinunter nach Bozen.

Ausfahrt Bozen Süd, dann weiter Richtung Meran, vorher rechts ab, da lag Terlan auch schon vor uns.

Nachdem wir unsere Porsche auf dem eigens reservierten Parkplatz beim Hotel Weingarten abgestellt hatten, trafen sich alle Teilnehmer am Hauptplatz vor dem Tourismusoffice.

Unter dem Motto "Natur, Kultur und Spargel pur" konnte dann unsere kulinarische Spargelwanderung bei 24 südtiroler Öxlegraden endlich losgehen.

Nach einem gewaltigem Fussmarsch von 500 Metern durften wir schon unsere 1. Pause einlegen.

Unter fachkundiger Anleitung unseres "Spargeltarzans" konnten wir uns bei einem Aperitif (Prosecco mit Spargelsaft) und Häppchen zeigen lassen, wie der Spargel richtig in den Kochtopf gelangt und wieder rauskommt.

In der Pfarrkirche bewunderten wir dann die Fresken aus dem 14. und 15. Jahrhundert, Meisterwerke der "Bozner Schule".

Weiter ging es in ein tolles Spargelrestaurant wo wir bei einem Spargelcremesüppchen und einem Glas Spargelwein interessantes von den Anfängen des Spargelanbaues des 19. Jahrhunderts in Terlan erfuhren.

Gesitig und körperlich in Hochform wanderten wir dann ca. 10km zu den Spargelfeldern zwischen Terlan und Vilpian.

Dort erlebten wir das Stechen 1 Spargels (in Worten: eines Spargels), Klasse Primus A und hörten vom Spargelbauern Luis Melauner Wissenswertes über den Spargelanbau. Nach ca. 2,5 Stunden Wanderung und Vorträgen begaben wir uns schnellen Schrittes auf den Weg zum Spargelmittagessen nach Vilpian.

Mit dem Zug sollte es dann wieder zurück nach Terlan gehen. Als zwei Züge mit Höchstgeschwindigkeit an uns vorbeirauschten, realisierte unser SpargelScout, daß jetzt schnelles handeln angesagt war um nicht in die Kälte und Dunkelheit zu kommen.

Ruck zuck stand der Bus eines Terlaner Busunternehmers für uns parat der uns dann auf kürzestem Weg nach Terlan zurückbrachte.

Unsere Wanderung hörte dort auf, wo der frisch gestochene Spargel ankommt, in der Kellerei von Terlan...Hier gab es auch die guaten klassischen Terlaner Weine. Weißburgunder und Sauvignon auf der einen Seite, sowie Lagrein und Vernatsch auf der Anderen.

Sie beweisen Charakter, Mineralik und Tiefe. In der Kellerei wird auch noch der frisch gestochene Spargel verarbeitet. Hier wird er gewaschen, gewogen und sortiert. Anschliessend geht dann der Spargel mit dem Namen "Mathilde" über den Ladentisch.

Zum Abschluß unserer Wanderung durften wir noch die klassischen Terlaner Weine verkosten und uns von einem kleinen Abschiedsgeschenk, einem Spargelschäler, überraschen lassen.

Um ca. 19.00 Uhr warfen wir unsere müden Knochen in die Schalensitze unserer 11er, um uns von einem anstrengenden Tag "Giro de Asparago" zu erholen.

Miguelle Montanarra