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Fahrtechniklehrgang am Wachauring

Am letzten Sonntag im Juni hatten unsere Mitglieder erstmals nach langer Zeit wieder die Möglichkeit, die Grenzen ihres Könnens (und ihrer Reifen) abseits der Straßen auszuprobieren. Nachdem wir vor zwei Jahren schon einmal in Pachfurth zu Gast waren, hat dieses Jahr Frizz Böhler einen Exklusivtag am Wachauring für uns organisiert.

Für einen Sonntag recht zeitig gab es um 8.20 Uhr ein erstes Zusammentreffen auf der Autobahnrasttätte Alland und von dort ging es im flotten Konvoi bis zur Ausfahrt Melk, wo der vom ÖAMTC betriebene Wachauring ganz in der Nähe zur Autobahn logiert. Nach einer gemütlichen Schale Kaffee auf der Terrasse wurden wir von den beiden Instruktoren zu einer kurzen Theoriestunde über den instabilen Fahrzeugzustand gebeten. Dabei gab es auch für erfahrene Porschepiloten physikalisch interessante Erkenntnisse, u.a. dass unsere 911er deshalb besser bremsen als Frontmotor-Autos, weil der Motor hinter der Hinterachse sitzt und so beim Bremsvorgang die Kraft nach unten auf die Hinterachse wirkt (statt nach oben wie beim Frontmotor-Autos).

Um ca. 10.30 Uhr konnten dann die Praxisübungen beginnen: Die allseits bekannte und gehasste Schleuderplatte blieb uns diesmal zum Glück erspart, wir konnten uns auf den speziellen Gleitbelägen ganz darauf konzentrieren, unsere Fahrzeuge in sanften Drifts um Wasserwände wedeln zu lassen oder auf der Kreisbahn möglichst lange im Drift zu halten. Als wirklich sinnvolles Extra stellte sich an diesem Tag die Klimaanlage heraus, denn es hatte fast 30°C Außentemperatur und mit offenen Fenstern oder Schiebedächern durch Wasserwände zu driften war nicht jedermanns Sache.

So waren dann unsere Teilnehmer und die Öltemperatur der Motoren um 13.00 Uhr recht dankbar für eine kühlende Mittagspause, bei der auch die frischen Erfahrungen ausgetauscht werden konnten. Generell stellte sich das Driften schon als eine Disziplin heraus, die recht viel Übung erfordert, bis es durchgehend und sicher klappt. Etwas beruhigend war die Aussage der Instruktoren, dass es im 911er deutlich schwieriger als z.B. im BMW M3 sei, den Drift lange zu halten, weil vorne das stabilisierende Gewicht fehlt und auch einige Modellreihen nicht sehr viel Lenkradeinschlag zum effektiven Gegenlenken haben.

Am Nachmittag hatten wir die Gelegenheit, unter Aufsicht der Instruktoren noch weiter zu üben, bis etwa um 16.00 Uhr der Fahrtechnikteil sein offizielles Ende fand. Das Gelände wurde nun wieder zum Wachauring umgewidmet und viele Teilnehmer nutzten einenthalb Stunden die Möglichkeit, ihre Fahrzeug auch bei etwas höheren Geschwindigkeiten rennsportlich bewegen zu können uns sich mit erfahrenen Profis zu matchen.

Am frühen Abend brach dann die der Großteil der Runde zum Restaurant Schickh unterhalb des Stifts Göttweig auf und genoss den lauen Sommerabend bei hervorragender Verköstigung.

Aufgrund des großen Anklanges dieser Veranstaltung (es waren alle Plätze ausgebucht) wird es mit großer Wahrscheinlichkeit noch 2007 einen weiteren Fahrtechniklehrgang geben. Und 2008, und 2009…….

Till Dellisch - Sekretär

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