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Es war die Idee unseres Präsidenten die Jubiläumsfeier und den Schlußlauf nach Italien zu verlegen. Zu sehr reizte ihn der Gedanke an schönes Herbstwetter, Sonne, guten Wein und eine besondere Strecke. Gesagt - getan, schon kurze Zeit später war die Strecke gebucht und ein schönes Hotel ausgesucht. Wir hatten klare Vorstellungen, so wollten wir alleine im Hotel sein um unsere „Mischung“ aus herrlichem Motorsport und Geselligkeit mit gutem Essen auch am Jubi auszuleben.

Schon Freitag sehr früh brach die „Vorhut“ auf, um letzte Hand anzulegen und für den Empfang der Gäste bereit zu sein. Es galt noch Parkplätze für die Gespanne und Wohnmobile zu reservieren, geeignete Parkplätze für die flachen GT3 zu reservieren und die Strecke zum Weingut auszutesten.

Blauer Himmel und Sonnenschein erwartete unsere Gäste am schönen Iseo See und gegen 18 Uhr am Abend waren nahezu alle Gäste angereist. Die „Creme“ der Club Cup Fahrer gab sich ein Stelldichein, bei allen ging es noch um Punkte, die das knappe Jahresergebnis noch toppen sollten. Schon der Begrüßungsabend gab einen ersten Eindruck der schönen Tage: ital. Küche – Benzingespräche-lautes Lachen , halt so, wie es unsere Fahrer lieben. Sonntagfrüh ging es für die Gespannfahrer mit dem Bus , für alle anderen Teilnehmer auf eigener Achse zum Weingut „ Il Fontanile“ der Familie Tallarini nach Gandosso, wo uns der Präsident persönlich die Parkplätze zuwies.

In Gruppen aufgeteilt ging es in die Keller , wo sich Eichenfass an Eichenfass reihte und Wasser aus einer Felsenquelle für gleichbleibende Temperatur sorgte. Der Geschäftsführer des Hauses Tallarini erzählte allerhand Wissenswertes rund um das Weinbaugebiet Valcalepio und Franciacorta, berichtete von Lagerfähigkeit und Dauer der Lagerung im Barrique-Faß , von Umsätzen und Aufwändiger Pflege der Spumanti Sorten. Als Lohn dafür gab es noch im Keller leckere Vorspeisen und diverse Aperitife um zumindest den ersten Hunger zu stillen. Kurz darauf rief man uns in den sehr stilvoll hergerichteten Speisesaal zum „Piccolo Pranzo“ mit immerhin 5 Gängen.

Die restliche freie Zeit wurde vielfältig genutzt: zum Bummel durch Iseo, Fahrt um den herrlichen Iseo-See - relaxen im Hotel und ganz Unentwegte zog es auf die Rennstrecke,

dort traf sich wohl halb Italien zum Ticketfahren. Für uns ein wildes Chaos , vom Cinquecente mit Abarth-Tuning bis zum alten Gruppe 6 Auto fuhr Alles über die Strecke, die meisten völlig unbedarft und ohne jegliches Wissen um Ideallinie oder Einlenkpunkte. Aber mit Italienischer Gelassenheit klappte auch dies ganz gut.

Vor dem Abendessen gab es noch die obligatorische Fahrerbesprechung, diesmal im Konferenzraum des Hotels Iseolagohotel, die Fritz Letters und Michael Niemeyer gemeinsam durchführten, sogar mit einigen Filmchen der Strecke.

 

Bereits kurz vor 6 Uhr am Montagmorgen trafen sich die ersten Fahrer zum Frühstück im Hotel, während draußen schon die Sonne den Frühnebel besiegte. Ein toller Tag.

Im Fahrerlager bereits rasantes Leben, überall wurden die Startnummern angebracht, getankt und die Scheiben geputzt. Die beiden Schatzmeister von PCS und PCK Klaus Plappert und Sigi Treppschuh verteilten die letzten Fahrzeugmappen und regelten das Chaos im Fahrerlager, Fahrtleiter Dr. Niemeyer wies seine Helfer ein und unser Zeitnahmeteam suchte noch die passende Transponderschleife. Sven Hahn, Geschäftsführer vom Autodromo Franciacorta war zur Stelle um unsere letzten Wünsche noch zu erfüllen. An dieser Stelle an dickes Lob an das ganze Team der Strecke, die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft war beispielhaft.

Während unsere Instruktoren diverse Pylonen auf die Strecke brachten um dort die Einlenkpunkte und Scheitelpunkte zu markieren , baute sich in der Boxengasse die Gruppe rot auf und konnte pünktlich um 9 Uhr Ihr geführtes Fahren zu beginnen.

Aufgrund der Winterzeit erlaubte man uns die Mittagspause zu streichen und so konnten wir pausenlos fahren und kurz vor Einbruch der Dunkelheit noch 15 min Freies Fahren für ein paar Unentwegte durchführen.

Kurz vor 18 Uhr waren wir zurück im Hotel und nun hieß es umziehen und frisch-machen für den schönen Abend. Wir entschieden uns die Siegerehrung im Konferenzraum zu machen. Im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal begrüßte unser Präsident die Gäste und Sportleiter Haas mit Klaus Plappert ehrten die zahlreichen Sieger.

Direkt im Anschluß – in Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit - galt es ein paar Worte zu unserem 10 Jahre Jubi zu sagen. Dr. Letters ging auf den rasanten Aufschwung unserer Serie ein um gegen Ende Seiner Rede durchaus auch ein paar kritische Worte zu finden: Quo vadis Club Cup?

Manfred Pfeiffer und Michael Haas gingen in launigem Dialog auf die Gründungszeit ein und ehrten dann gemeinsam die Starter , die dem Cup 10 Jahre die Treue hielten und mithalfen, den Cup so zu prägen, wie er sich heute darstellt.

Unser Präsident Dr. Letters wurde mit einer Kiste Rotwein ( wir haben aufmerksam zugesehen, welchen Wein Er in der Weinprobe sehr genossen hat) geehrt, ohne Ihn gäbe es den PCC nicht, ohne Ihn und Sein unermüdlicher Einsatz für den Porsche Sport wäre diese Serie nicht durchzuführen, geschweige denn wäre der PCC solch eine Erfolgsgeschichte geworden. Für den Präsidenten und den Sportleiter gab es anschließend „Standing Ovations“ und lang anhaltender Applaus.

Für mehr als 100 Starts in 10 Jahren wurden geehrt:

Horst Dietrich Wessel PC Kirchen-Hausen

Manfred Pfeiffer PC Brandenburger Tor

Stefan Windgätter PC Magdeburg

Henning Wedemeier PC Hamburg

und als einzige Frau

Susi Haas PC Kirchen-Hausen.

H.D. Wessel bedankte sich bei Sportleiter Haas und Seiner Frau für die viele geleistete Arbeit und lud beide als Dankeschön zu einem Abendessen in ein Gourmet-Restaurant ein.

Nach einem Apero in der Mall des Hotels ging es in den festlichen Saal zum Abendessen mit korrespondierenden Weinen und untermalender Musik einer ital. Kapelle mit 2 Sängerinnen, die typisch ital. Schlager brachten.

Erst gegen Morgen gingen die Lichter aus, nachdem in der Bar die Pokale wieder und wieder mit Prosecco aufgefüllt wurden und der Geburtstag eines Teilnehmers gefeiert wurde.

Am anderen Morgen wurden die Porsche-Flaggen abgehängt, die Koffer gepackt und der Heimweg unter die Räder genommen. Ob über die Autostrada oder den Splügenpaß- alle waren sich einig:

Bella Italia- wir kommen 2012 wieder.