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Alles hat ein Ende…

So auch der Porsche Alpenpokal 2005, aber bevor es zur großen Jahresabschlussfeier geht, machte die beliebte Rennserie noch einen Zwischenstopp am Masaryk-Ring in Tschechien beim Achten Lauf dieses Jahres.

120 Kilometer von Wien gelegen, bettet sich diese Traditionsstrecke in die wunderschöne Gegend nahe Brünn und hieß die vielen Freunde des gepflegten Motorsports mit traumhaftem Herbstwetter willkommen.

Viel Action hatte die Ausschreibung und auch verschiedene Homepages von arrivierten Rennteams versprochen: So zum Beispiel gab es wieder einmal einen legendären ARTBAUER RACEDAY am Freitag, wo unsere Porschianer auch fleißig am Fahren waren, genauso, wie dies auch unzählige Zweiradler taten. Doch nicht nur die Möglichkeit des Kennenlernens der Tücken des Masaryk-Ringes hatte man zur Auswahl, nein, auch einen ganz tollen Mode-Event von PH-Racing unter der Führung der umtriebigen Chefin Petra Houdek gab es im großen Saal über den Boxen zu bestaunen. Ausgesprochen hübsche Mädels zeigten von Dessous über Bademode bis hin zur Abend- und Brautmode eine exklusive Auswahl feinster Stoffe aus den besten Boutiquen Wiens. Moderiert wurde diese Show von der Stimme des Alpenpokals – Peter Bauregger, und der hatte wirklich Mühe, sich angesichts der dargebotenen Mode (und vor allem Modells) auf seine Texte zu konzentrieren. An den Turn-Tables der Musikanlage übrigens auch kein Unbekannter: Manfred, der ansonsten für PH-Racing die Video- und Foto-Aufnahmen macht, hatte da seinen Spaß.

So verging ein Energie- und Actiongeladener Freitag eigentlich viel zu schnell und nahezu alle trafen sich am Abend zu einem tollen Mahl im Hotel, zu dem man eigentlich nur eines brauchte: viel Zeit. Denn die Kellner machten offenbar Dienst nach Vorschrift und die hieß: Eilig haben es nur Verrückte – und wer lässt sich schon gerne schimpfen…

An der Bar wurde dann viel und lang über die vergangenen Rennen debattiert und diskutiert, aber auch schon in die Zukunft geschaut. Vor allem eine Frage hörte man sehr oft: Welche Rennstrecken stehen für 2006 schon fest? Die Beantwortung erwies sich als sehr schwierig, einzig Wolfgang Bousska konnte zwei Strecken nennen: Pannonia und eben Brünn stehen sicher wieder am nächstjährigen Rennkalender. Auch Günter Brenners Lauf am Salzburgring soll wieder fixiert sein, aber mehr konnte man an diesem Abend nicht erfahren.

Also heißt es frei nach Beckenbauer: „Schau’ ma mal!“

Der Samstagmorgen begann als strahlender, sonniger Herbsttag (ganz im Gegenteil zum letzt jährigen Lauf in Brünn, den man am sogar wegen Nebel unterbrechen musste), und dieses Kaiserwetter sollte auch den ganzen Tag so halten.

Ebensolcher Stimmung waren auch der Präsident des PC Wien, Richard Purtscher, und unser Rennleiter Joe Elsensohn, als die beiden zum Fahrerbriefing an die Sonnenseite der Boxenstrasse baten.

Viel Neues wusste Joe nicht mehr zu erzählen, immerhin hörten ihm ja im Laufe des Jahres schon viele der Aspiranten öfter zu, darum gab es eine sehr kurze und prägnante Unterweisung in die Eigenheiten des Automotodrom Brno, wie die Strecke international heißt.

Zwei Blöcke des freien Fahrens stimmten alle Teilnehmer der drei verschiedenen Serien auf die folgenden Rennen ein und das erste Highlight des Tages war das Zeittraining der Supersportler. Von 19 Genannten bliesen schließlich 17 zum Halali auf die Pole Position (Suppanz hatte eine Feindberührung am Freitag und Skatulla kam einfach nicht) und diese Jagd gewann relativ überlegen Herwig Roitmayer vom PC Vierseenland vor seinem Clubkollegen Hans Hagleitner, Hastaedt und Hobelsberger folgten in Reihe Zwei, noch vor dem bereits feststehenden Meister 2005, Walter Welte und einem immer gut gelaunten Thomas Meidinger in Reihe Drei.

Das Letzte…

…Qualifying der „Großen“ folgte auf den Fuß, und hier dominierte ein „Newcomer“ (weil er heuer ganz wenig gefahren ist) in Person von Michael Barbach die Zeitenjagd mit einer Fabelzeit von 2:10:816 – ein Schnitt von knapp 149 km/h!

Hinter ihm folgten Georg Zoltan, Alfred Mannsberger, Christopf Schrezenmeier, Lukas Lichtner-Hoyer und Hermann Speck auf den Plätzen 2 bis 6.

Bester Klasse 5 Pilot war Reinhard Moser ganz knapp vor Ossi Jennewein und dieser Klasse muss man ganz einfach auch ein Riesen-Auge schenken, denn wie hier gefightet wird, geht teilweise auf keine Kuhhaut mehr.

Nachdem die Zeittrainings abgeschlossen waren, konzentrierte man sich wieder auf die Supersportler, die diesmal zusammen mit den Clubsportlern die Gleichmäßigkeit noch vor der Mittagsruhe in Angriff nahmen.

Dies konnte nur deshalb bewerkstelligt werden, weil der Kurs in Brünn der längste der laufenden Saison ist. Immerhin hat eine Runde am Masaryk-Ring stolze 5.403 Meter und 19 Zentimeter (ganz genau).

Diese doch sehr aufwendige Aufgabe des „Auseinander-Dividierens“ stellte für unsere Zeitenprofis Monika und Christoph offenbar überhaupt kein Problem dar und so konnten sich insgesamt 32 Zuffenhausener nahezu aller Typen (sogar einen 997er hatten wir dabei!) innerhalb von 10 Runden austoben und am Schluss gab es folgende Klassensieger:

Im Clubsport: Ales Fajdiga (PC Slovenija) in der Klasse 7 (für ihn geht es noch um die Krone in der Gesamtklassenwertung), Wolfgang Pollak (PC Vorarlberg) in der Klasse 8 und schließlich Gottfried Hübl (PC Vierseenland) in der Klasse 9.

Die Supersport-Klassen wurden von folgenden Herrschaften gewonnen: James Melinz (PC Vierseenland) - wie immer in charmanter Begleitung - in der Klasse 1+2, die Klasse 4 entschied Walter Welte vom PC Isartal für sich und die Klasse 6 gewann souverän Günther Hastaedt im GT2 mit der zugleich geringsten Differenz von allen Teilnehmern (0,339 sek.)

Das letzte Mahl am Ring

Nach einem Häppchen in der Ring-Gastronomie schauten viele noch auf einen kurzen Besuch im Yokohama-Zelt bei Sabine Radda, Roland Dorfner und deren Crew vorbei, um sich am guten Kaffee und den dargebotenen Keksen und Kuchen zu laben.

Um für den mit Sicherheit spannenden Renn-Nachmittag gerüstet zu sein, waren alle bereits eine Viertelstunde vor Beginn des ersten Sprints der GT-Sport Challenge auf den Plätzen (Monika und Christoph hinter den Zeitcomputern und Peter schnappte sich wieder seine eigene „Hardware“ in Form eines Funk-Mikros – Premiere am Masaryk-Ring!!).

Sehr zur Freude der teilnehmenden Porsche-Glüher wurde vom PC Wien die Rundenanzahl von 12 auf 15 erhöht, selbstverständlich nur mit dem Segen der Sportobrigkeit in Form von Rennleiter Joe Elsensohn und Spoko Robert Schneider.

Immer wieder ist der fliegende Start ein ganz besonderes Erlebnis bei den Sprintrennen, vor allem aber in Brünn, weil die Start-Ziel-Kurve so schön breit ist, dass das ganze Feld im Formationsflug auf die roten Lichter der Startampel zufliegen kann, ohne schon auf die Streckenbegrenzung linsen zu müssen. Nachdem der Start wieder problemlos über die Bühne ging, konzentrierten sich die Herren Alpenpokalisten auf spannende 15 Runden.

Von Beginn an entbrannte ein Kampf zwischen den vordersten vier Musketieren Zoltan, Mannsberger, Barbach und Schretzenmeier um jeden Zentimeter, bevor Georg Zoltan nach 11 Runden einen weidwunden GT3 zurück an die Box schleppte, wo man schließlich mit technischem Defekt aufgeben musste. Noch schlimmer erwischte es Heiner Wackerbauer: Kupplungs- und Motorschaden bereits in Runde 4.

Strafe muss sein

Ein Blick in die Klasse 5 zeigte uns das erwartete Bild. Obwohl Vickerl Grünhut strafweise aus der letzten Startreihe ins Rennen ging (er war im Qualifying zu leicht gewesen) hatte er bereits nach wenigen Runden seine Kollegen vor sich und es wurde gefightet, als gäbe es kein Morgen. So stark kamen die Emotionen hoch, dass es nach dem Zieleinlauf sogar zwei Proteste gab, wobei sich einer wieder in aller Freundschaft auflöste, jedoch beim anderen (der aber nicht die Klasse 5 betraf!) sogar eine Geldstrafe von € 500.- wegen wiederholter Unsportlichkeit ausgesprochen wurde, soviel wie nie zuvor im Alpenpokal.

Zurück zum Sportlichen. Das Ergebnis schaute nach dem Zieleinlauf wie folgt aus:

Ossi Jennewein erbte den Sieg in der Klasse 5S durch den Ausschluss von Moser, Zweiter wurde Stefan Ertl und Reinhold Widl profitierte vom Ausschluss von Grünhut. In der Klasse 6S war ein neuer Name auf der Siegerliste zu finden: Lukas Lichtner-Hoyer in einem wunderschönen GT3 Cup Porsche setzte sich vor Stefan Madaus und Hermann Speck.

Die XL Klasse war durch den bärenstarken Porsche von Alfred Mannsberger entschieden worden, es gab endlich wieder eine Zielankunft für Christoph Schrezenmeier auf Platz Zwei und Dritter wurde ein sehr zufriedener Werner Eberth, beide sind ja für den PC Deutschland unterwegs.

Die Aufregung war noch lange unangenehm zu spüren und auch Monika und Christoph mussten ewig warten, bis sie von Robert Schneider die notwendigen Entscheidungen für eine richtige Wertung und damit auch die Startaufstellung bekamen. Doch letztendlich war wieder alles im Lot und nach einem kurzen Freifahr-Block unserer Clubsportler war bereits das nächste Sprintrennen angesagt.

Supersport zum Vorstart bitte

17 bis unter die Zehennägel motivierte Aspiranten der Supersport-Klassen reihten sich brav hinter dem Pace-Car von Norbert Ulrich während der Einführungsrunde ein und zügelten ihre Zuffenhausener Rennpferde solange, bis die Lichter der Startampel verschwanden.

Danach gab es kein Halten mehr und die kommenden 12 Runden über 65 Kilometer boten wirklich Motorsport der allerbesten Art für die vielen Fans an der Strecke. Nachdem auch dieses Rennen letztendlich im Parc Ferme endete, und unsere beiden Techniker Albert Vierthaler und Gerhard Dobay stichprobenartig einige Fahrzeuge nachcheckten, schallte folgendes Ergebnis über die Lautsprecher:

„Der Sieger der Klasse 1+2 ist Harald Mahatsek vom PC Wien vor Martin Pfitzner und James Melinz. In der Klasse 4 ist Hans Hagleitner vom PC Vierseenland vor dem neuen Meister Walter Welte und Thomas Meidinger ins Ziel gekommen, und die Klasse 6 entschied Günter Hobelsberger vor Herwig Roitmayer und Günther Hastaedt für sich!“ – eben typisch Peter „Plapperkäfer“ Bauregger.

Kaum waren die Worte verhallt, wurde es wieder angenehm laut auf dem Automotodrom Brno, denn die 25 Edelgeräte der GT-Challenge waren bereits aus der Einführungsrunde zurückgekehrt und die Piloten übten vollen Druck aufs Gaspedal aus – und das donnert ordentlich – unsere Freunde wissen das bereits.

Mit viel Gänsehaut auf den Armen war auch unsere Sabine Radda wieder an den besten Zuschauerpositionen zu finden, schließlich war das hier der absolut letzte Durchgang ihrer Lieblinge für 2005. Und den ließ sie sich natürlich unter keinen Umständen entgehen.

Obwohl die Meisterschaft schon entschieden war, wollten es die Jungs noch einmal wissen und prügelten ihre Arbeitsgeräte volle Kanne über den Ring. Somit war auch dieser Sprint voll mit packenden Überholmanövern gespickt und nach 15 Runden hießen die Sieger in den einzelnen Klassen:

Klasse 4R: Robert Pabel; Klasse 5S Stefan Ertl; Klasse 6S Lukas Lichtner-Hoyer; Klasse XL Alfred Mannsberger.

Tja, und was war da auf einmal los? Die XL soll auf einmal aufgeteilt und eine XXL dazukommen? Obwohl nix davon in der Ausschreibung steht? Und das ganze Jahr nicht von einer XXL Klasse gesprochen wurde? Geschweige denn gewertet? Großes Kopfschütteln bei Christoph und Monika und schlussendlich war direkt vor Ort auch keine echte Entscheidungsfindung möglich. So beschloss man kurzerhand bei der Siegerehrung die XXL extra anzuführen, obwohl es sie eigentlich gar nicht gibt?!?

Na ja – das wird sicher noch Diskussionsstoff bei den Verantwortlichen des Alpenpokals geben.

Währenddessen drehten unsere Clubsportler unverdrossen ihre 10 Runden an Gleichmäßigkeit herunter und die Sieger in den einzelnen Klassen lauteten wie folgt:

Klasse 7: Ales Fajdiga (PC Slovenija), Klasse 8: Wolfgang Pollak (PC Vorarlberg) und Klasse 9: Michael Cifka – noch ohne PC-Zugehörigkeit.

And the Winner is…

Nun wird es abschließend Zeit, einen Blick auf das Gesamtergebnis des Alpenpokals 2005 zu tätigen und wir tun dies in Form einer Auflistung aller Klassen-Gesamtsieger:

Clubsport:

Klasse 7: Franz Grassl (PC Berchtesgaden, gleichzeitig auch Clubsport-Gesamtsieger)

Klasse 8: Martin Köck (PC Isartal)

Klasse 9: Richard Kieber (PC Vorarlberg)

Supersport:

Klasse 1: Alfred „Freddy“ Artbauer (PCCA)

Klasse 2: Bernhard Weidinger (noch ohne Club)

Klasse 3: Verena Jendrzejzyk (ohne Club )

Klasse 4: Walter Welte (PC Isartal, gleichzeitig auch Supersport-Gesamtsieger)

Klasse 5: Günter Hobelsberger (ohne Club)

Klasse 6: Udo Schifer (PC Isartal/Tirol)

GT-Challenge:

Klasse 4R: Dieter Jendrzejzyk (PC Isartal)

Klasse 5R: Christian Voigtländer (PC Berlin)

Klasse 5S: Heinz Weissenbacher (PC Berchtesgaden)

Klasse 6S: Florian Albrecht (PC Wien, gleichzeitig auch GT-Challenge-Gesamtsieger)

Klasse XL: Alois Meir (PC Salzburg)

Ein großes „Bravo“ an alle Sieger, ein riesiges „Danke“ an alle unermüdlichen Helfer bei den Veranstaltungen, den Sponsoren und natürlich an das „Kernteam“:

Joe Elsensohn, Albert Vierthaler, Gerhard Dobay, Gerald Poschauko, Monika Kahla, Christoph Preu und Peter Bauregger, und zuletzt ein großes „Bitte“ an die Sponsoren Yokohama und Böhler Edelstahl für 2006.

***FROHE WEIHNACHTEN euch Allen und euren Familien***

Bis zur großen Jahresfeier des Alpenpokals (der Ort und die Zeit werden zu gegebener Zeit über die Homepage verlautbart), wo wieder alles Neue für die Saison 2006 vorgestellt wird und die große Siegerehrung für 2005 stattfindet, grüßt euch herzlich

euer P.I.T.

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