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Auftakt zum ALPENPOKAL

Wo wart Ihr denn am Ostersonntag? Ich habe mir am AI-Ring die erste Veranstaltung vom ALPENPOKAL angeschaut. Trotz der Wettervorhersage, die das "volle Programm" (Regen, Schnee) prophezeite, kamen zahlreiche Aktive nach Zeltweg. Und zur Freude aller blinzelte sogar die Sonne durch die Wolken!

Nachdem die Fahrzeuge gewogen und die Fahrer "gebrieft" waren, ging es endlich los. Das "Freie Fahren" war angesagt. Für die meisten Teilnehmer die erste Gelegenheit nach der Winterpause, ihren Porsche auf einer abgesperrten Strecke zu "erfahren". Bremspunkte, Schaltpunkte, Straßenlage und Fahrverhalten, also Unter- oder Übersteuern, sind die Punkte, auf die die Fahrer hier besonders achten. Denn während der anschließenden Gleichmäßigkeits-Prüfung kommt es darauf an, 12 Runden lang möglichst konstante Rundenzelten zu fahren. Natürlich ist das Mitstoppen im Fahrzeug nicht erlaubt. Trotzdem schaffen es viele Fahrer, ihre Zeiten bis auf wenige ZehnteI-Sekunden anzugleichen. Und das, obwohl Petrus mit Regen- und Schnee-Schauern für wechselnde Sicht- und Straßenbedingungen sorgte.

Nächster Programm-Punkt war das PC Fahrtraining, das unerfahrenen Porsche-Fahrern die Möglichkeit bietet, das Verhalten ihres Fahrzeugs im Grenzbereich auf einer abgesperrten Strecke und unter Anleitung gefahrlos kennen zu lernen. Wie bei der ganzen Veranstaltung steht auch hier das Fahren in seiner schönsten Form im Vordergrund.

Vor der Mittagspause haben alle Fahrer noch etwas Zeit, um im "Freien Fahren" einen nichts ahnenden Beifahrer das Fürchten zu lehren oder einfach nur die Ideallinie zu suchen. Während der Mittagspause, die man standesgemäß in der Gaststätte an der Boxengasse verbringt, wird angeregt diskutiert, wo, wer, wen oder was und überhaupt. Von den Wänden lächeln zahlreiche Größen aus dem Rennsport, und so manches Veranstaltungs-Plakat erinnert an die lange Vergangenheit des Österreich-Rings, bevor er umgebaut und zum AI-Ring wurde.

Gestärkt von einer Fritatten-Suppe und dem obligatorischen Almdudlei mache ich mich auf den Weg zurück in die Boxengasse, wo schon die Teilnehmer des PC-Fahrtrainings auf die Streckenfreigabe um 14 Uhr warten. Nachdem am Vormittag der Kurs noch schön brav im Konvoi umrundet wurde, um die Strecke und das Fahrzeug kennen zu lernen, dürfen die Teilnehmer im zweiten Teil des Fahrtrainings, dem "Freien Fahren", ihren Liebling im Alleingang um die Strecke hetzen. Bei dieser Gelegenheit lernen die Teilnehmer, welche Reserven in Fahrwerk und Bremsen stecken, die im "normalen Fahrbetrieb" nie angetastet werden.

Dann endlich, gegen 15.30 Uhr, beginnt das Qualifying für die Startaufstellung zur abschließenden Sprint-Prüfung, zu der nur die Lizenzfahrer der SuperSport. Wertung zugelassen sind. Jetzt lassen die Fahrer "die Katze aus dem Sack", was die Rundenzeiten angeht: jede Kurve wird möglichst spät angebremst, dann aber mit "wimmernden" Reifen, durch die Kurve geht's im leichten Drift, um anschließend gleich wieder bis zur Drehzahlgrenze hoch zu beschleunigen. Miteiner Top-Zeit von 1 :49,217 erkämpft sich Dominik Neumeyer vom PC Vierseenland die ,'pole", gefolgt von Volker Kurz und Alfons Wagner (beide ebenfalls PCVierseenland). Allerdings hat Volker Kurz seinen 993 RS im Qualifying anscheinend doch etwas überfordert, denn er mußte vom Bahnpersonal in die Boxengasse geschleppt werden und konnte am Rennen nicht mehr teilnehmen. Nachdem die Strecke inzwischen abgetrocknet war, fieberten Fahrer wie Zuschauer einem spannenden Rennen entgegen, und nach einer Einführungsrunde hinter dem "Pace-Car" wurde der Start freigegeben. Nach wenigen Runden hatte sich Alfons Wagner mit seinem GT2 an die Spitze gesetzt. Bei dem Versuch, die Führung wiederzuerlangen, landete D. Neumeyer im Kiesbett, von wo aus er das Rennen jedoch mit einigen Kilo Kies-Ballast wieder fortsetzen konnte. Dank einer furiosen Aufholjagd reichte es am Ende noch für den 2. Platz in seiner Klasse vor Werner Kahlhammer vom PC Vorarlberg auf seinem 964 RS.

Nach der Auslaufrunde traf sich das gesamte Teilnehmerfeld am Anfang der Boxengasse zur abschließenden Sieger-Ehrung. Der Beste jeder Klasse erhielt einen Siegerkranz und durfte sich mit dem Zweit- und Dritt-Platzierten noch eine ausgiebige Sekt-Dusche gönnen.

Für alle, die immer noch nicht genug hatten, stand die Strecke noch eine Stunde für Freies Fahren zur Verfügung.

Zweifelsohne war das ein absolut gelungener ALPENPOKAL-Auftakt. zu dem man dem PC Isartal sowie allen Helfern nur gratulieren kann.

Passend zur Osterzeit noch ein Hinweis für alle Angsthasen: natürlich erfüllen die ALPENPOKAL- Veranstaltungen die strengen FIA-Richtlinien für Sicherheit und sind vom DMSB genehmigt.

Ich bin schon gespannt auf die nächste Veranstaltung am 30.4.2001 in Hockenheim und würde mich freuen, Euch alle dort zu sehen!

Herzliche Grüße. Euer Zuffi

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