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6. Lauf zum AlpenPokal auf dem Pannonia-Ring

Was haben wir geschwitzt im italienischen Mugello... Knapp 4 Wochen später und 20 Grad weniger gab es ein Wiedersehen für Fahrer und Fans auf der „Hausstrecke“ des PC Wien nahe Sarvar.

Der Pannonia-Ring ist ja eine der wenigen in beide Richtungen (!) befahrbaren Rennstrecken, weshalb die Bemerkung von Rennleiter Joe Elsensohn "die Rennstrecke ist eine Einbahnstraße..." diesmal nicht so 100 %ig passte. Pünktlich um 9 Uhr starteten die ersten Fahrerinnen und Fahrer – im Uhrzeigersinn... Bei "zapfigen" 10° Lufttemperatur galt es in erster Linie die Reifen auf Betriebstemperatur zu bringen, und außerdem bietet das Freie Fahren immer Gelegenheit zum Kennenlernen der Strecke. Besonders schön ist am Pannonia-Ring, daß der ganze Kurs – bis auf ca. 50 Meter – komplett ohne Leitplanke auskommt.

Das bedeutet im Fall eines Ausrutschers keine kostspieligen Reparaturen, sondern lediglich viel Kies und Erde in den diversen "Stauräumen"!

Aber die Gefahr lauert überall, das mußte Fritz Böhler vom PC Wien diesmal am eigenen Leib spüren. Als er nämlich an der Ampel (rot) vor der Boxenausfahrt wartet, hat Georg Zoltan hinter ihm (in Gedanken) bereits grünes Licht und gibt Gas (bumm...). Aber mit einigen Metern von dem guten "tape" wurden beide Flitzer ruck-zuck windschnittig verpflastert, so daß Georg Zoltan in seiner Klasse noch den hervorragenden zweiten Platz belegte.

Eine Klasse für sich war diesmal Michael Barbach vom PC Classico. Er setzte sich im ersten Lauf gegen Georg Zoltan und im 2. Lauf gegen Club-Kollegen Sigi Käser durch, womit er sich auch den Tagessieg in der Klasse 6S überlegen sicherte. Eine Premiere gab’s auch noch, denn zum ersten beim AlpenPokal Mal fuhren Vater (Josef) und Sohn (Michael) in der gleichen Klasse um Punkte und Sieg!

Um den Sieg wäre auch gerne Wolfgang Stöhr mitgefahren, aber da hat er die Rechnung ohne seiner "nervösen" Kupplung gemacht... Die löste nämlich den Kraftschluß nach Lust und Laune, was den erfahrenen Fahrer im ersten Lauf um den bereits erkämpften Platz 2 brachte. Die zweite Sprint Prüfung wurde von der Kupplung dann komplett bestreikt, weshalb die Startnummer 679 schon nach der Einführungsrunde wieder in die Box fuhr...

Neben der Fahrzeugtechnik ist auch die Starttechnik – also der "fliegende Start" nicht jedermanns Sache. Den Eindruck hatte man zumindest beim Start der Sprint Prüfung im SuperSport.

Die Einführungsrunde klappte perfekt, das Starterfeld fuhr brav hinter dem „pace car“ in Schlangen-, Wellen- und sonstigen Linien um die Reifen so richtig „heiß“ zu machen - bis kurz vor der Start-Ziellinie die ganze Formation durcheinander geriet. Startabbruch, die Ampel blieb rot.

Nachdem das pace-car ja bereits wieder in die Boxengasse gefahren war, übernahm kurzerhand der „pole-mann“ Klaus Eberhard vom PC Wien diese Aufgabe und führte das Feld um den Kurs. Aber auch diesmal klappte es nicht. Irgendwann stand plötzlich das pace-car am Ende der Start-Zielgerade und wartete dort (vergeblich) auf das Starterfeld, das sich einstweilen in der Boxengasse gesammelt hatte. Inzwischen mußte Klaus Eberhard auch schon wieder nachtanken, denn jeder Liter zuviel im Tank kostet wertvolle Zehntelsekunden. Also schnell nachtanken und los geht’s zu einer neuen Runde.

Irgendwie haben die SuperSportler dann aber doch noch einen regulären Start geschafft... Mitten im Feld gab übrigens Verena Jendrzejzyk ihren Einstand in der "schnellen" Klasse, nachdem Ehemann Dieter diesmal nicht am Start war. Mit der vom ClubSport gewohnten Gleichmäßigkeit belegte sie in beiden Läufen jeweils den 5. Platz in der Klasse 2+3. Besonders im 2. Lauf war ein vorderer Platz in greifbarer Nähe, bis sich der orangefarbene "Vitamin-C-Boxer" mit dem großen Leitwerk im Zweikampf von der Strecke drehte... Ganz vorne genügte Werner Hösel vom PC Wien mit dem Punktevorsprung aus der Gleichmäßigkeit (Platz 1) ein 3. Platz in der Sprint Wertung für den Tagessieg. Von Anfang an einig waren sich die Herren Hosp, Konrad, Hagleitner und Eberhard – was die Platzierungen in der Klasse 4 angeht. Sowohl in der Gleichmäßigkeit als auch im Sprint fuhren die 4 jeweils in der gleichen Reihenfolge durch’s Ziel!

Daß das auch die ClubSportler können, bewiesen Nicolas Supanz, Heinz Bayer und Bernd Bartosek in der Klasse 9. Auch hier gab’s in der 1. und 2. Gleichmäßigkeitswertung jeweils dieselbe Platzierung. Insgesamt lagen die meisten Teilnehmer mit Abweichungen von 1,5 bis 4 Sekunden gegenüber ihrer Referenzzeit in einem Bereich, der auch für einen Außenstehenden noch nachvollziehbar ist. Aus der Reihe fiel hier – wie schon des Öfteren – „Mister Ich-zeig’-den-Anderen-in-Club-UND-SuperSport-wo-der-Hammer-hängt“ Klaus Eberhard mit Abweichungen von weniger als 0,1 Sekunden auf seine Referenzrundenzeit! (Hier kann man die Frage "tickt der noch richtig?" ganz getrost mit "Ja" beantworten...).

Fast pünktlich begann um kurz nach 18 Uhr die große Siegerehrung. Nachdem er bereits den ganzen Tag über Zuschauer und Fahrer ganz aktuell über Zwischen- und Endergebnisse informiert hatte, übernahm "the voice" Peter Bauregger auch noch diese Aufgabe. Mit Rücksicht auf die kühlen Temperaturen blieben die Sektflaschen der Tagessieger diesmal verschlossen, aber vielleicht wird’s ja in Salzburg wieder wärmer!

Man kann Wolfgang Bousska und seinem Team zu der perfekten Organisation dieser Veranstaltung nur beglückwünschen. Schade allerdings, daß der 968-Treiber deshalb keine Zeit mehr zum Fahren hat...

Auf das Wiedersehen in Salzburg freut sich

euer Zuffi!

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