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6. Lauf zum Alpen Pokal am Nürburgring GP-Strecke

Großer Preis von Nürburg

Endlich wieder einmal auf einer echten, aktuellen Formel 1 Strecke, auf der Alonso, Schumi, Klien und Co ihre Runden ziehen, mit den braven Arbeitstieren aus Zuffenhausen richtig Gas geben – Porsche-Herz was willst du mehr?

So war es auch nicht verwunderlich, dass sich die beiden Gastgeberclubs PC Vierseenland und PC Classico und der Führung von Bernhard Fischer und Joachim Kolesch über eine recht respektable Nennungsflut von knapp 70 Startern freuen durften.

Diese 70 waren dann auch bereits alle am Donnerstag recht fleißig beim freien Fahren, nicht nur was die Rundenanzahl betraf, sondern auch, um zu testen, was die Streckenmannschaft und die Rennleitung am Nürburgring so drauf haben.

Einige gelbe Flaggen waren notwendig, bis die Burschen die richtigen Bremspunkte gefunden hatten, aber dafür war man(n) umso besser auf den Rennfreitag vorbereitet.

Richtig vorbreitet war auch wieder das Yokohama-Team rund um Sabine Radda und Chefmontierer Roland Dorfer, denn die hatten viele Regenpneus in ihren Truck gepackt, wohl schon aus Erfahrungsgründen. Denn die Eifel zeigte sich bereits am Abend von ihrer grauslichen Seite und öffnete die Regenpforten, die dann auch am Renntag vorerst nicht zu schließen waren, obwohl beim gemeinsamen Abendessen in der Pistenklause und in der Burg alles weggeputzt wurde (eine alte Bauernregel besagt ja, dass das Wetter schön wird, wenn man alles aufisst – offenbar hilft das aber in der Eifel nix).

Sauwetter am Morgen

Regen, Nebel und starker Wind gaben sich einander die Hand, als am Freitag pünktlich um 08.00 Uhr in der Box 33 zum Fahrerbriefing gerufen wurde.

Und da kam noch ein Schock auf die Teilnehmer zu:

Unser allseits geschätzter Rennleiter Joe Elsensohn war nicht da!

Stattdessen stellte sich nach der Begrüßung durch die beiden Präses Fischer und Kolesch ein gewisser Peter Bröcher vom MSC Bork (dessen Untermieter wir diesmal waren, denn der MSC Bork hatte den Ring für das komplette Wochenende gemietet und verkaufte uns ein Zeitfenster) vor die versammelten Alpen-Pokalisten und erklärte den Tagesablauf.

Kurz – es war halt nicht derselbe Charme und dieselbe Professionalität, die man von Joe Elsensohn gewohnt ist, auch die Stimme des Alpen-Pokals, Peter Bauregger, war ein wenig enttäuscht – gab es doch überhaupt keine Flaggenparade…..

Mit den beiden Freifahr-Blöcken der GT-Sport Challenge und der Super- und Clubsportler ertönten endlich die ersehnten Geräusche der Boxermotoren und den Teilnehmern war noch einmal die Gelegenheit gegeben, die richtigen Abstimmungen für ein Wet-Race zu finden.

Durch einen sehr dichten Tagesablauf bedingt, ging es unweigerlich zum Zeittraining der GT-Sport Challenge, mit allen Klassen gemeinsam. Und nicht umsonst hatte man es eilig, denn plötzlich einsetzender, starker Nebel zwang die Rennleitung zum Abbruch der Sitzung und die Akteure kamen brav zurück an die Box und wurden zum Zwangs-Pausieren genötigt.

Gott sei Dank verzog sich der Nebel nach einer Viertelstunde wieder, so dass das Zeitengejage wieder beginnen konnte, allerdings nur mehr für 15 Minuten und das heißt bei Rundenzeiten von rund 2:30, das es nur mehr für wenige schnelle Runden reicht.

Schlussendlich hatten alle Teilnehmer (bis auf Alfred de Boeuf – er war zu spät auf die Piste gegangen) eine schnelle Runde hingelegt und die Pole-Position gehörte wieder einmal Florian Albrecht. Neben ihm der Vorjahresmeister Jörg Peham, mit einer Differenz von knappen 4 Sekunden. Insgesamt haben sich hier 28 Teilnehmer für die Sprints angemeldet und diesmal erfolgen auch keine getrennten Rennen, sondern wir werden alle zusammen sehen – für Hochspannung ist also wieder einmal gesorgt.

Eine Runde wie die andere

Das ist das Motto unserer beliebten Clubsport-Gleichmäßigkeitsrennen.

Diesmal ergeben sie zusammen mit den Supersportlern ein enorm großes Starterfeld von 38 (!) Porsche-Glühern die allesamt nur ein Ziel vor Augen haben: nach 15 Runden auf dem 5.148 Meter langen GP-Kurs die geringste Abweichung zischen der schnellsten und der langsamsten gewerteten Runde zu haben.

Bei den Clubsportlern schaffte dies dann PC Slovenija-Pilot Ales Fajdiga mit seinem Boxter S was auch gleichzeitig den Sieg seiner Klasse 7 bedeutete. In der Klasse 8 war Wolf-Achim Stratmann vom PC Isartal erfolgreich und die Klasse 9 ging an den PC München-Driver Michael Klein (übrigens Rechtsanwalt und nicht Zahnarzt, wie unser Plapperkäfer irrtümlich behauptete, aber Peter war einer Falschinformation aufgesessen – glaube niemals einem Fremden….).

Und die Supersportler?

Die dominierte ein sehr gleichmäßiger Fritzl Ungnadner vom PC Deutschland, was natürlich auch dem Klassensieg in der Klasse 3 gleichkam. Die weiteren Klassensieger:

Klasse 2: James Melinz

Klasse 4: Gottfried Hübl

Klasse 5 + 6: Udo Schifer

Der Nebel in der Eifel war zwar pausenlos an der Grenze des Ertragbaren und immer wieder an einer anderen Stelle des Nürburgrings, aber die erfahrene Rennleitung musste diesmal nicht eingreifen.

An dieser Stelle sei auch ein Lob unserer beiden technischen Kommissare Albert Vierthaler und Gerhard Dobay erwähnt: Sie waren mit dem Zustand der einzelnen Fahrzeuge sehr zufrieden und hatten keinerlei Probleme mit der Freigabe zu den Rennen des 6. Laufes zum Alpenpokal 2005.

Zeit ist`s……

….sagten unsere beiden bewährten Profi Time-Keeper Monika Kahla und Christoph Preu und starteten ihre Zeitmaschinen neu, um den ersten Sprint der GT-Sport Challenge auch richtig zu erfassen.

Sabine Radda fand sich im hochtechnisierten Sprecherzimmer (so viele Fernseher und Monitore – Wow!) von Peter ein und wartete sehnsüchtig auf den fliegenden Start, der von Pace-Car Pilot und Admin-Chef Uli Buchenberger perfekt inszeniert wurde. Übrigens waren auch Ulis und Bernhard Fischers charmante Gattinnen bei Peter, der momentan gar nicht wusste, worauf er sich konzentrieren sollte.

Der Start verlief problemlos und der richtige Kampf um jeden Meter begann auf Grund einer Sicherheitsbestimmung erst nach dem ersten Rechtsknick des Castrol-S, eingangs der neuen Mercedes-Arena.

Im strömenden Regen war Florian Albrecht offenbar eine eigene Klasse für sich, denn er distanzierte den Rest des Feldes pro Runde um viele Autolängen. Jörg Peham kontrollierte Hermann Speck und Georg Zoltan und im Mittelfeld matchten sich die Herren Wackerbauer, Fischer, Öttl, Grünhut und Weissenbacher das es einem die Freudentränen in die Augen trieb. Im Rundentakt wurden Positionen getauscht, Bremsduelle gewonnen und Beschleunigungen verloren, kurz alles, was dem Fan gefällt.

Auf Grund der vorher erwähnten vielen Monitore war Peter in der Lage, auch diejenigen Teile der GP-Strecke zu kommentieren, die für die Zuschauer in der Boxenstrasse nicht sichtbar waren, somit wussten alle Interessierten immer über sämtliche Vorgänge am Kurs Bescheid.

Nach 15 Runden stand folgende Reihung fest:

Riesenvorsprung und Sieg Nr. 9 in der Saison 2005 für Florian Albrecht, Platz 2 für Jörg Peham, dahinter Zoltan, Speck, Gerlach, Wackerbauer, Öttl und dann bereits der schnellste Klasse 5 Pilot Vickerl Grünhut.

Pech hatte Afred de Beouf, denn ihm sprang der Kofferraumdeckel auf und zerstörte die Frontscheibe, aber er trieb sofort eine Ersatzscheibe auf und somit wird sein Wagen auch im zweiten Sprint wieder am Start sein.

Christoph Schrezenmeier verzeichnete einen ziemlich heftigen Einschlag in die Sicherheitseinrichtungen des Nürburgrings und ließ einiges an Porsche-Material liegen, aber auch bei ihm war „Tape-sei-Dank“ ein Start im zweiten Rennen sicher.

Klaus Leitner hatte bei seinem Einschlag in die Leitplanken volle Arbeit geleistet, sein PS-Monster war von den CCS-Technikern nicht mehr herzurichten, weil auch viel Technik kaputt war. Somit kam der Porsche frühzeitig zurück auf den Trailer und wartete brav auf seinen Abtransport. Sein Herrchen packte gleich das Heimweh und Klaus schaute, dass er zurück zu seinem kleinen „Zwutschgerl“ nach Tirol kam.

Next Action: Supersport Zeittraining

Ganz kurz gestreift: nach einer Entscheidung des Sportkommissars Gerald Poschauko wurde ein Teilnehmer aus der Wertung genommen, damit ergab sich eine klare Pole für Michi Kiessling, Walter Welte hatte zu kämpfen, behielt dann aber doch seine zweite Position vor Günter Hobelsberger, dahinter Hagleitner, Hastaedt, Hübl und unsere Renn-Amazone Verena Jendrzejzyk, die damit auch die Schnellste in ihrer Klasse war.

Das nächste Highlight im Rahmen der Porsche Alpenpokal Rennen fand dann erst wieder am Nachmittag statt und siehe da: in dieser Zeit wurde auch das Wetter in der Eifel immer besser, es hörte sogar zu regnen auf und auch der Nebel wurde durch den frischen Wind völlig vertrieben.

Die beiden Blöcke (freies Fahren der Clubsportler und die ersten Rundstreckenfahrzeuge, die im Rahmen der Westfahlen-Trophy auf den Nürburgring kamen) taten ihr übriges zur Auftrocknung der Rennstrecke und die Porsche-Boliden wurden allesamt wieder auf Slicks umgerüstet, auch dafür hatte das Yokohama Team alles vorbereitet. Im Zelt von Yokohama waren aber nicht nur die schwarzen Walzen gefragt, sondern bei diesen Temperaturen auch der heiße, gute Kaffee von Sabine.

„Supersport Teilnehmer bitte zum Vorstart“

Dieser freundlichen Aufforderung folgten dann pünktlich um 14.30 Uhr alle 20 Teilnehmer, um die Sprintprüfung hinter dem Pace Car von Uli Buchenberger mit der obligatorischen Einführungsrunde zu eröffnen.

Ganz nach dem Vorbild der GT-Sportler klappte auch dieser Start ausgezeichnet und Michael Kiessling konnte seine Position erfolgreich verteidigen. Auch hier wurden 15 Runden feinster Porsche Super-Sport geboten und nach einer Gesamtfahrzeit von 35:10.192 wurde ein überglücklicher Michi Kiessling als Erster abgewunken. Hinter ihm ging es beinhart aber fair zur Sache, denn ein sehenswerter Zweikampf zwischen Günther Hastaedt und Herwig Roitmayer zog sich über viele Runden. Schließlich hatte Hastaedt die Nase vorne.

Dies war auch gleichzeitig das Ergebnis in der Klasse 5+6

In der Klasse 3 gaben es sich die beiden Fritzl ordentlich und zum Rennende hatte es Fritz Ungnadner vor Fritz Gassner und Verena Jendrzejzyk geschafft.

Die Klasse 4 ging hauchdünn an Walter Welte vor Hans Hagleitner und Thomas Meidinger.

Die Klasse 2 gewann Anton Eschenwecker vor James Melinz und Bernhard Weidinger.

Um die hierzugehörenden Ergebnisse anschauen zu können, bitte hier klicken.