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Wieder einmal war der AlpenPokal zu Gast auf dem A1-Ring. Grund genug, sich einmal mit der interessanten Vergangenheit dieser Rennstrecke zu beschäftigen.

Schon lange Zeit vor dem Bau des damaligen Österreichrings wurde auf dem nahen Militär-Flughafen dem Motorsport gefröhnt (1957 - 68). 1969 entschied man sich zum Bau einer Rennstrecke, und schon 1970 wurde der erste Formel 1-Lauf auf dem Österreichring ausgetragen. Sieger auf der damals 5,942 km langen Strecke war Jacky Ickx auf Ferrari.

1987 kam dann das Aus für die zu dieser Zeit "schnellste Rennstrecke der Welt" (schnellste Runde mit 242,207 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit !). Man konnte die gestiegenen Sicherheitsstandards nicht mehr erfüllen, und überhaupt war der Ring und das "D'rumherum" total veraltet.

Erst 10 Jahre später kam die Formel 1 wieder auf den komplett umgebauten und inzwischen auf A1-Ring getauften Kurs zurück. Obwohl "nur noch" 4.319 Meter lang, ist die Strecke auch für die Porsche-treiber vom AlpenPokal nach wie vor eine echte Herausforderung! Aber Alles der Reihe nach...

Bereits am Donnerstag trafen die meisten Fahrer am A1-Ring ein. Dort standen auch schon Jörg Peham, Bernhard Fischer sowie OMK-Kommissar Dobay zur Abnahme der Fahrzeuge bereit. Neben der obligatorischen Sicherheitsausrüstung werden hier auch die "kritischen" Punkte wie Steuergerät, Auspuffanlage, etc. geprüft, denn aufgrund dieser Angaben erfolgt die Klasseneinteilung. Und mit zusätzlichen Stichproben am Renntag werden diese Ergebnisse ständig überprüft.

Nachdem trotz Hochwasser weit über 80 Teilnehmer gemeldet hatten gab es viel zu tun, und das gesellige Beisammensein im Hotel Verde begann etwas später als sonst. (es dauerte aber auch etwas länger...)

Mit unfreundlicher Wolkendecke und kühlen Temperaturen empfing uns der Freitag-Morgen. Für die Fahrer bedeutet das nichts Besonderes, weil's im Auto und der feuerfesten Unterwäsche natürlich "schön" warm ist. Aber die treuen Begleiterinnen und Begleiter sowie die "Schrauber" blickten gespannt gen Himmel.

Völlig unerwartet riss die Wolkendecke dann jedoch noch vor der ersten Gleichmässigkeitsprüfung auf, und die Sonne sorgte bei Allen für eine angenehme Betriebstemperatur.

Bei der Gleichmässigkeitsprüfung über 10 Runden wird die Zeit der 2. Runde als Referenzzeit gesetzt. Dann versuchen die Fahrer die nächsten "turns" genau zeitgleich zu absolvieren. Nachdem man allerdings nicht alleine auf der Strecke ist und sich immer wieder kleine Kolonnen bilden, ist hier die perfekte Fahrzeugbeherrschung gefragt, um trotzdem auf "seine" Zeit zu kommen!

Franz Grassl vom veranstaltenden PC Classico hat anscheinend am besten auf seine "innere Uhr" gehört, denn er holte sich hier mit seinem 911er unangefochten den Tagessieg in der Klasse 7.

Seit heuer gibt es ja - Pirelli sei Dank - eine eigene Slick-Klasse, und diese erfreut sich immer größerer Beliebtheit: schon fast 50% der SuperSport-Fahrer sind inzwischen ohne Profil am Start. Das bedeutet harte Arbeit für die Jungs von Pirelli, die mit ihrem Service-Truck bei jeder AlpenPokal-Veranstaltung vor Ort sind, um die Autos mit neuen "Schlappen" auszurüsten. Und während die Slick-Wertung noch eine Männer-Domäne ist (noch, meine Herren...), erreichte Conny Kenner (auch optisch eine angenehme Abwechslung !) in der SuperSport-Tageswertung hinter Wolfgang Bousska - der die 968er-Fahne erfolgreich hochhält - einen tollen 2. Platz, nachdem sie den 2. Lauf in ihrer Klasse sogar für sich entscheiden konnte! (Natürlich musste sie dann bei der Siegerehrung auch die obligatorische Sektdusche über sich ergehen lassen...)

Das abschließende Freie Fahren lockte nochmals zahlreiche Piloten auf die Strecke, und nach den Siegerehrungen (bei denen JEDER Teilnehmer mit einem Pokal belohnt wurde!) waren alle glücklich und zufrieden.

Das war wirklich wieder ein herrlicher AlpenPokal-tag: bestens organisiert und durchgeführt vom PC Classico, bis auf kleinere Defekte und "Ausritte" in's Kiesbett ohne Probleme, die dunklen Wolken blieben auch weit genug vom A1-Ring entfernt, und selbst die Verantwortlichen hatten nach der letzten Siegerehrung noch etwas zu Lachen - was will man mehr?!

Ach ja, nicht vergessen: Ich hoffe, wir sehen uns am 22. September auf dem Salzburgring - in alter Frische...

Gute Fahrt und bis bald!

Euer Zuffi

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