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7. Lauf zum AlpenPokal am 2. Oktober auf dem Salzburg-Ring

Absolute Klassiker und ein Muß für alle AlpenPokalisten sind die Veranstaltungen auf dem Salzburg-Ring. Egal, bei welchen Wetterverhältnissen (und da hat man schon so einiges erlebt...) - das Starterfeld ist immer sehr groß. Auch beim 2. Lauf auf der Salzburger Hausstrecke in diesem Jahr meldete der veranstaltende PC Isartal-München e.V. schon Wochen vorher eine prall gefüllte Teilnehmerliste in allen 3 Klassen und dem PC-Fahrtraining! Na, wen wundert's? Rückt doch die Entscheidung der Jahreswertung in allen Klassen immer näher, und da möchte beim "Halbfinale" niemand fehlen (unverschuldet...).

Daß dann doch der eine oder andere Fahrer am Samstag nicht mehr am Start war lag wohl auch daran, daß der Ring bereits am Freitag zum Freien Fahren zur Verfügung stand und manche Piloten anscheinend mit etwas zuviel Ehrgeiz an's Werk gingen (Freies Fliegen?)...

Der gepflegte Renntag beginnt traditionsgemäß nach der Fahrerbesprechung mit einem Freien Fahren für alle Klassen. Um trotz dem riesigen Starterfeld genug Fahrspaß und Sicherheit gewährleisten zu können, schickt man die SuperSportler und Fahrer der GT Challenge separat auf die Strecke (da blieben sie aber nicht...). Vorher hatten bereits die ClubSportler und Teilnehmer am PC-Fahrtraining eine Dreiviertelstunde lang ihren Spaß auf dem 4.255 Meter langen Traditions-Kurs vor Salzburgs Toren.

Schneller als gedacht beendet war das Freie Fahren für Michael Zitzmann, der seinen GT 3 in der Schikane nach der Start-Zielgeraden außer Gefecht setzte. Ähnlich erging es Holger Golüke, denn auch er verpasste den Bremspunkt vor der Schikane - wollte allerdings trotzdem nicht durch den "Notausgang" fahren. Der anschließende wilde Ritt durch's Kiesbett kostete seinen Flitzer zwar so manche Spoilerlippe, gefährdete aber seine weitere Teilnahme nicht.

Um 10:15 begannen die Wertungsläufe mit dem Qualifying in der GT Challenge.Hier geht es darum, mit einer optimalen schnellen Runde einen Platz möglichst weit vorne in der Startaufstellung bei der ersten Sprint-Wertung zu ergattern. Dabei besonders wichtig ist der richtige Zeitpunkt auf die Strecke zu gehen, weil mehr oder weniger starke Regenschauer den "grip" immer wieder dramatisch ändern. Robert Pabel hatte in der lange Bergauf-Rechtskurve hinter dem Fahrerlager anscheinend etwas zuviel Wasser zwischen Reifen und Teer, denn um 10:37 landete er in seinem 996er im Kiesbett und musste während der anschließenden Unterbrechung geborgen werden. Wieder ganz oben zu finden ist Stefan Madaus vom PC Vierseenland. Nach dem zweiten Platz im Qualifying (Plätze 3 und 4 in den Wertungsläufen) belegt er Platz 3 in der Tageswertung der Klasse 6S.

Die erste Gleichmäßigkeitsprüfung entscheidet im ClubSport schon über die Tagesplatzierung, weshalb bei allen Startern volle Konzentration angesagt ist. Besonders, weil z.B. in der Jahreswertung der Klasse 7 Franz Grassl vom PC Classico mit 19,54 Punkten für den Zweitplatzierten und unermüdlichen Boxster-treiber Frantisec Kocman (16,81) noch lange nicht außer Reichweite ist! In der Klasse 8 hat Stefan Thaller (33,31 Punkte) schon alles klar gemacht, aber dahinter machen sich sowohl Josef Wailzer vom PC Steiermark (21,21) als auch "Power-Frau" Verena Jendrzejzyk (17,86) und der Augsburger Robert Lopp (15,57) noch berechtigte Hoffnungen auf den Vize-Titel.

Ä hnlich spannend geht's in der Klasse 9 zu! Zwar ist Gottfried Hübl unangefochten vorne (27,25), aber dahinter sind Richard Kieber (22,02), Andi Gassner (14,12) und Udo Schifer (11,71) recht eng beieinander.

Kurz nach 11 Uhr waren im ClubSport dann bereits einige Vorentscheidungen gefallen...

Als nächstes steht die Gleichmäßigkeitsprüfung für die SuperSportler auf dem Programm. Hier wiegt das Ergebnis der "Gleichmäßigkeit" gegenüber der Sprint-Wertung mehr, und besonders beim "Halbfinale" im AlpenPokal haben noch einige Fahrer mit guten Platzierungen die Chance, ihr Jahresergebnis kräftig zu verbessern!

Gleich die Klasse 1 im SuperSport sorgt für Spannung, denn bei so einem großen Startfeld gibt's immer reichlich Punkte. Teilweise mehr als 9 Punkte können jetzt den entscheidenden Vorsprung sichern - oder das bisherige Klassement total neu ordnen! Mit 26,14 Punkten liegt z.B. Gerhard Weber nach nur 3 gepunkteten Läufen nicht uneinholbar vor Manfred Bohacek (beide PC Wien) mit 21,57 Punkten - und auch der "Vielfahrer" Alfred Artbauer vom PCC / PC Wien (in 5 von 6 Läufen gepunktet) ist mit 17,21 Punkten inzwischen in "Schlagdistanz"...

Die Klasse 2 dominiert Jürgen Gerlach vom PC Isartal mit 30,34 Punkten, um Platz 2 geht's hier für Martin Pfitzner (PC Wien) sowie Chaled El Masry vom PC Augsburg. Spannend ist die Klasse 3, denn Werner Hösel vom Team PHR hat bisher in allen 6 Läufen gepunktet (29,66 Punkte) - aber Reinhold Widl (PC Berchtesgaden) hat seinen Punktestand in Ungarn auf 29,34 erhöht! Um Platz 3 streiten Fritz Gassner vom PC Vorarlberg (16,75) und Otto Dragoun (PC Wien) mit 17,99 Punkten.

Lange Zeit dachte man, in der Klasse 4 fährt nur Klaus Eberhard (39,42) - und dahinter kommt lange Nichts. Aber seit dem 4.Lauf in Hockenheim fährt Hans Hagleitner (PC Isartal) dank einem neuen Heckspoiler im wahrsten Sinne des Wortes "wie beflügelt" und sitzt inzwischen fest auf dem 2.Platz (23,17) vor Dieter Jendrzejzyk (9,67), beide vom PC Isartal.

Bereits alles gelaufen ist für Reinhard Moser vom PC Tirol, der mit 18,66 Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Bernhard Fischer den Sieg in der Klasse 5 bereits vor dem Lauf in Salzburg in der Tasche hat.

Die Klasse 6 hat mit Heinz Weissenbacher auch schon ihren Sieger gefunden, aber um Platz 2 kann es noch einmal spannend werden! 9,67 Punkte hat PC Tirol-Präsident Werner Kobler, und mit 6 Punkten ist Herwig Roitmayer noch lange nicht chancenlos - je nachdem, wie er in Salzburg punktet...

Nach dem Freien Fahren saßen und aßen die Fahrer, Schrauber, Fans, Streckensprecher und auch Zuffi in der strahlenden Sonne und genossen das Mittagessen a la carte!

Die erste Sprint-Prüfung für die Klasse GT-Sport Challenge startete um 13:30. Wie gewohnt fuhr das Feld eine Runde zum Reifenaufwärmen hinter dem "pace-car" (pilotiert von Rennleiter Manfred Weinzierl). Aus Sicherheitsgründen vereinbarte man außerdem ein Überholverbot nach mit dem fliegenden Start bis hinter die erste Schikane. Der Spannung tat das keinen Abbruch, denn bei den inzwischen optimalen Streckenverhältnissen gaben die Porschetreiber vollen Schub und ordentlich Gummi! Ganz vorne im Feld und auch in der Klasse 6S sah man alte Bekannte, nämlich Michael Barbach, Dominik Neumeyr und - schon etwas abgeschlagen - Jörg Peham. Wieder einmal siegte Michael Barbach, diesmal aber nur noch recht knapp vor seinem ärgsten Verfolger "Dominator" Neumeyr.

Anschließend mussten die SuperSportler ihr Qualifying fahren. Eine wirklich bemerkenswerte Leistung lieferte Holger Golüke ab, denn er fuhr sage und schreibe 14 Runden im Qualifying! Als eindeutigen Beweis für die Qualität der YOKOHAMA Reifen beachte man, daß er seine schnellste Zeit mit 1.37,164 erst in Runde 10 erzielte... Ganz nach vorne auf die "pole" schaffte es Franz Oettl vom PC Altötting, vor Heinz Weissenbacher und Herwig Roitmayer.

Nach einem weiteren Freien Fahren für die ClubSportler und das PC-Fahrtraining begann um 15 Uhr die "heiße" Phase des Tages mit der 2. Sprint-Prüfung der GT-Sport Challenge. An der Spitze sorgte Peter Nadler mit seinem gelb-schwarzen 964er für Abwechslung, denn er zeigte sich gänzlich unbeeindruckt von der 996 GT 3-Armada der Herren Barbach, Neumeyr und Madaus. Zwischenzeitlich setzte er sich sogar an die Spitze, musste aber mit Getriebeproblemen in der letzten Runde aufgeben. Trotzdem holte er in der Klasse XXL den Tagessieg vor Christian Überbacher und Werner Eberth. Jörg Peham klagte über Leistungsverlust und kam nur als 11. in's Ziel. Dadurch rutschte er im Gesamtklassement auf den 7. Platz hinter die Fahrer Barbach (1.), Neumeyr, Madaus, Zoltan, Speck und Bühler ("Gruezi!"). In beiden Läufen der Klasse 5S auf der 1 stand bereits Viktor Grünhut vom PC Wien, dahinter platzierten sich Oswald Jenewein und Stefan Ertl. Und auch Michael Dräbing hatte seine beiden Konkurrenten in der Klasse 5, Robert Pabel (2.) und Thomas Blumrich (3.) sicher im Griff...

Die SuperSportler hatten in ihrer Sprint-Prüfung nicht nur mit den Gegenern zu kämpfen, sondern auch mit dem wieder einsetzenden Regen. Dessen unbeirrt zeigte Dieter Jendrzejzyk - nach seiner Pause in Ungarn - mal wieder, wo der Hammer hängt. In einem bis zur letzten Kurve spannenden Duell siegte er knapp vor Hans Hagleitner in der Klasse 4 und holte sich dadurch auch den Tagessieg. In der Klasse 1 punktete Alfred Artbauer voll und holte damit wertvolle Punkte für die Jahreswertung! Da liegt er jetzt nur noch 2,26 Punkte hinter Gerhard Weber auf Platz 3.

Auch in der Klasse 6 hat sich an der Spitze wieder etwas verändert, denn Herwig Roitmayer hat Werner Kobler mit 1,33 Punkten Vorsprung auf Platz 3 verdrängt nachdem für diesen auf Grund eines Getriebeschadens in der 7 Runde auf Platz 3 hinter Öttl und Weißenbacher liegend das Aus kam.

Die letzte Entscheidung fiel bei den ClubSportlern in der 2. Gleichmäßigkeitswertung. 12 Runden mussten gefahren werden, und auch hier hatten manche Fahrer schon die Jahreswertung im Hinterkopf, als sie aus der Boxengasse fuhren. Bei Verena Jendrzejzyk war das sicher nicht der Fall, denn seit ihrem Ausflug in den SuperSport hat sie anscheinend Gefallen am "Ordentlich-schub-geben" gefunden. Nach der Referenzrunde (1,48.885) hat sie sich bis auf 1,40.245 "gesteigert", was sich allerdings auf ihre Platzierung im Gesamtklassement nicht sehr positiv auswirkte (9. Platz)... Na, vielleicht fahren in 2005 ja Dieter und Verena im SuperSport?!

Bis auf 5,23 Punkte hat sich Frantisek Kocman an Franz Grassl in der Klasse 7 angepirscht, und Robert Lopp ist vom 2. Platz in der Klasse 8 sogar nur noch 1,64 Punkte entfernt!

Das Saisonfinale in Brünn wird also spannend wie selten - egal in welcher Klasse, deshalb freue ich mich schon auf ein Wiedersehen in Tschechien! Vielen Dank an den PC Isartal für diese perfekte Veranstaltung, Gute Besserung und Herzliche Grüße an "Mr. AlpenPokal" Günter Brenner!

Bis bald zum "finale furioso"...

Euer Zuffi

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